Die Tatsache, dass die FIFA-Weltmeisterschaft nur alle vier Jahre stattfindet, verleiht ihr eine deutlich größere Bedeutung als jedem anderen Fußballwettbewerb. Kein Spieler möchte die Chance verpassen, an diesem Turnier teilzunehmen, weshalb Stars wie Marc-André ter Stegen und Kobbie Mainoo Berichten zufolge an einem Wechsel im Januar 2026 interessiert sind.
Ter Stegen hat in den letzten Wochen nach einer Rückenoperation, die ihn mehrere Monate außer Gefecht gesetzt hatte, wieder seine volle Fitness erlangt. Dennoch betrachtet Barcelonas Trainer Hansi Flick Joan Garcia als seinen Stammtorhüter, wobei auch Wojciech Szczesny als Alternative zur Verfügung steht.
Diese Situation bringt Ter Stegen in eine schwierige Lage: Mit nur noch sechs Monaten bis zur Weltmeisterschaft ist es unwahrscheinlich, dass er ausreichend Spielpraxis erhält, um Bundestrainer Julian Nagelsmann zu zeigen, dass er sich in optimaler Verfassung für die Rolle als Nummer eins der Nationalmannschaft befindet.
Girona hat sich als realistische Option für den deutschen Torhüter herauskristallisiert, insbesondere nach Aussagen von Trainer Michel, der sagte: „Ich würde Ter Stegen sehr gerne bei uns sehen! Er ist ein Top-Spieler. Jeder hätte gerne einen Torhüter wie Ter Stegen.“
Die Option Girona ist kein Zufall, da sich der Klub in einer ähnlichen Situation mit einem seiner eigenen Torhüter befindet. Dominik Livaković, eine zentrale Figur der kroatischen Nationalmannschaft, wechselte im vergangenen Sommer zum spanischen Verein, kam seither jedoch kaum zum Einsatz. Dies veranlasst ihn dazu, bereits im Januar einen frühzeitigen Abschied in Betracht zu ziehen, um seinen Platz bei der Weltmeisterschaft nicht zu gefährden.
Manchester United steht vor dem gleichen Problem
Das Ziel, sich einen Platz bei der Weltmeisterschaft 2026 zu sichern, betrifft auch zwei Spieler von Manchester United. Das deutlichste Beispiel ist Kobbie Mainoo: Obwohl er als eines der größten Nachwuchstalente im englischen Fußball gilt, hat er seit der Ankunft von Ruben Amorim Schwierigkeiten, Spielzeit zu bekommen, was seine Chancen auf eine Nominierung für die englische Nationalmannschaft geschmälert hat.
Seit Thomas Tuchel im Januar 2025 das Amt übernommen hat, fehlte Mainoo in sämtlichen Kadern. Damit hat er keinen Spielraum für Fehler. Entweder muss er seine Situation bei Manchester United deutlich verbessern oder einen sofortigen Wechsel anstreben, wobei Napoli als aussichtsreichste Option gilt.
Ein weiterer Spieler der Red Devils in einer ähnlichen Lage ist Joshua Zirkzee. Der Stürmer absolvierte in dieser Saison 13 Spiele in der Premier League und im Carabao Cup, stand jedoch nur dreimal in der Startelf, was seine Chancen auf eine Nominierung für die niederländische Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft erschwert. Vor diesem Hintergrund verdichten sich die Gerüchte über einen möglichen Wechsel zur AS Rom.
Zwei Teamkollegen von Messi in gegensätzlichen Situationen
Zu dieser Liste gehören auch zwei junge argentinische Talente: Claudio Echeverri und Franco Mastantuono. Beide erhielten in diesem Jahr ihre erste Berufung in die A-Nationalmannschaft — auch wenn Echeverri bislang noch nicht debütierte — verloren jedoch in den vergangenen Monaten aufgrund ihrer Vereinssituationen an Schwung.
Aufgrund begrenzter Einsatzmöglichkeiten bei Bayer Leverkusen deuten Berichte darauf hin, dass Echeverri die Bundesliga bald verlassen wird. Manchester City, der Klub, der die Rechte an ihm hält, plant, ihn an Girona zu verleihen, um seine Spielzeit zu erhöhen. Dieser Schritt könnte seine Chancen verbessern, sich einen Platz neben Lionel Messi im 26-Mann-Kader Argentiniens für die Weltmeisterschaft zu sichern.
Der Fall Mastantuono ist anders gelagert. Zwar hatte auch er beim Real Madrid Schwierigkeiten, regelmäßig zum Einsatz zu kommen, doch die Haltung des spanischen Klubs scheint klar: Man ist nicht bereit, den jungen Flügelspieler im Januar-Transferfenster ziehen zu lassen. Damit bleibt Franco nur ein Weg: Xabi Alonso davon zu überzeugen, dass er einsatzbereit ist, und ein klares Signal an Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni zu senden.